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WG-Tipps

Tipps fürs Suchen und Anbieten eines WG-Zimmers, fürs Zusammenleben, Putzen und Zügeln. Wir ergänzen sie laufend. Fehlt dir etwas? Schreib uns an info@wgzimmer.ch.

Sicher suchen: Betrug erkennen

Wir prüfen jedes Inserat, bevor es online geht. Trotzdem versuchen es Betrüger immer wieder. Mit diesen Regeln bist du sicher:

  • Erst anschauen, dann zahlen. Überweise kein Geld, bevor du das Zimmer gesehen, die Leute getroffen und den Vertrag unterschrieben hast. Auch keine «Reservationsgebühr».
  • Keine Geldtransfers. Seriöse Vermieter wollen kein Geld über Western Union, MoneyGram, PayPal, Kryptowährungen oder Geschenkkarten.
  • Die Schlüssel gibt es persönlich. Wer im Ausland ist und dir die Schlüssel gegen eine Zahlung schicken will, ist ein Betrüger.
  • Kaution erst nach der Unterschrift. Sie kommt auf ein Mietkautionskonto bei einer Bank, das auf deinen Namen läuft, nie direkt an den Vermieter.
  • Zu gut, um wahr zu sein? Ein grosses Zimmer mitten in Zürich mit Seesicht für 450 Franken gibt es nicht. Vergleiche den Preis mit ähnlichen Inseraten.
  • Verträge nicht nur übers Internet. Unterschreibe keinen Vertrag mit jemandem, den du nie getroffen hast und nicht anrufen kannst.
  • Ausweis erst mit dem Vertrag. Schick keine Kopie von Pass oder ID an Leute, die du nicht kennst. Betrüger brauchen sie für weitere Betrügereien.

Gefälschte Inserate und Betrugs-E-Mails

Wenn du unsicher bist

  • Prüfe die E-Mail-Adresse mit Scam-Mail prüfen.
  • Vergleiche mit den Inseraten, die wir gesperrt haben: gesperrte Inserate.
  • Melde verdächtige Inserate und Mails an abuse@wgzimmer.ch.
  • Hast du schon Geld überwiesen? Melde dich sofort bei deiner Bank und erstatte Anzeige bei der Polizei.

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Ein WG-Zimmer finden

  • Persönlich schreiben. Schick nicht allen WGs denselben Text. Geh aufs Inserat ein und stell dich kurz vor: wer du bist, was du machst, wie du wohnst und ab wann du das Zimmer brauchst.
  • Schnell sein. Gute Zimmer sind bald weg. Melde dich früh und schau regelmässig in deine Mails. Mit dem Herz merkst du dir Inserate, die dir gefallen.
  • Erreichbar sein. Gibst du deine Telefonnummer an, kann dich die WG rasch zum Kennenlernen einladen.
  • Am WG-Casting du selbst sein. Sei pünktlich, ehrlich und neugierig. Die WG sucht vor allem jemanden, der zu ihr passt.
  • Fragen stellen. Wie wird geputzt? Kocht ihr zusammen oder jede Person für sich? Wie oft habt ihr Besuch? Was ist in der Miete drin? Wer hat den Mietvertrag mit dem Vermieter?
  • Nicht entmutigen lassen. Auf ein beliebtes Zimmer melden sich oft Dutzende. Eine Absage hat selten mit dir zu tun.

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Ein Zimmer anbieten

  • Ehrlich beschreiben. Grösse des Zimmers, Miete mit Nebenkosten, wer in der WG wohnt und wie ihr zusammenlebt: eher gemeinsam oder eher jede Person für sich.
  • Gute Fotos. Fotografiere bei Tageslicht und aufgeräumt: das Zimmer, die Küche und das Bad.
  • Casting planen. Ladet mehrere Leute an denselben Abend ein, dann können alle Mitbewohnenden dabei sein.
  • Allen antworten. Wer sich gemeldet hat, freut sich auch über eine kurze Absage.
  • Vermieter fragen. Wer ein Zimmer untervermietet, braucht die Zustimmung des Vermieters. Haltet die Abmachungen in einem schriftlichen Untermietvertrag fest.
  • Inserat löschen, wenn das Zimmer weg ist. Mit dem Code unter Inserat bearbeiten oder angemeldet in Mein Konto. Dann kommen keine Anfragen mehr.

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Zusammenleben

  • WG-Sitzung. Setzt euch regelmässig zusammen, etwa einmal im Monat, und besprecht, was gut läuft und was nicht.
  • Abmachungen aufschreiben. Putzen, Einkaufen, Besuch, Ruhezeiten, Rauchen, Haustiere: Was ihr abmacht, hängt am besten dort, wo es alle sehen.
  • Früh und direkt reden. Sprich an, was dich stört, solange es noch klein ist. Sag, was du dir wünschst («Mir wäre wichtig, dass …»), statt Vorwürfe zu machen. Ein Zettel am Kühlschrank ersetzt kein Gespräch.
  • Besuch ankündigen. Sag Bescheid, wenn jemand übernachtet. Ist jemand fast jeden Tag da, besprecht es gemeinsam, denn er oder sie duscht, kocht und heizt mit.
  • Ruhe respektieren. Die Nachtruhe steht in der Hausordnung, meist ab 22 Uhr. Nehmt Rücksicht auf Mitbewohnende mit Frühdienst oder Prüfungen.
  • Privatsphäre. Das Zimmer gehört der Person, die darin wohnt. Klopf an und frag, bevor du etwas ausleihst.
  • Zeit zusammen. Ein gemeinsamer Znacht oder ein Ausflug macht vieles leichter. Niemand muss aber überall dabei sein.
  • Neue willkommen heissen. Zeigt beim Einzug alles: Schlüssel, Waschküche, Abfall, Putzplan. Und stellt euch den Nachbarn vor.

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Putzen und Haushalt

  • Putzplan. Verteilt die Ämtli (Küche, Bad, Böden, Abfall, Einkauf) und wechselt jede Woche. Ein Plan an der Wand oder eine geteilte Liste hilft.
  • Küche gleich aufräumen. Wer kocht, wäscht ab und wischt Herd und Ablage. Stehen gelassenes Geschirr sorgt in vielen WGs für Ärger.
  • Kühlschrank. Jede Person hat ein Fach, Gemeinsames ist angeschrieben. Einmal pro Woche kommt Abgelaufenes raus.
  • Bad. Nach dem Duschen die Wände kurz abziehen und lüften, Haare aus dem Abfluss nehmen. WC und Lavabo einmal pro Woche putzen.
  • Entkalken. Vielerorts ist das Wasser kalkhaltig. Wasserkocher, Duschbrause und Wasserhahn regelmässig mit Essig oder Zitronensäure entkalken.
  • Lüften gegen Schimmel. Zwei- bis dreimal am Tag fünf bis zehn Minuten die Fenster ganz öffnen, statt sie dauernd gekippt zu lassen, vor allem nach dem Duschen und Kochen.
  • Abfall trennen. Kehricht kommt in den Gebührensack der Gemeinde. PET und Batterien nimmt der Laden zurück, Glas und Alu gehören an die Sammelstelle, Papier und Karton gebündelt an die Strasse, wenn sie abgeholt werden. Wann das ist, steht im Abfallkalender der Gemeinde. Glas nicht nachts und nicht am Sonntag einwerfen.
  • Waschküche. Haltet euch an den Waschplan des Hauses, nehmt die Wäsche rechtzeitig heraus und leert das Flusensieb des Tumblers.
  • Grossputz. Ein paar Mal im Jahr putzt ihr gemeinsam, was sonst liegen bleibt: Fenster, Backofen, Kühlschrank, hinter den Möbeln. Mit Musik und einem Znacht danach geht es schneller.
  • WG-Kasse. Putzmittel, WC-Papier und Abwaschmittel kauft ihr aus einer gemeinsamen Kasse. Wenige Mittel reichen: Allzweckreiniger, Essig, Abwaschmittel und Scheuermilch.

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Verträge und Geld

  • Untermietvertrag. Oft mietet eine Person die Wohnung und vermietet die Zimmer unter. Lass dir einen schriftlichen Vertrag geben, mit Miete, Nebenkosten, Kaution und Kündigungsfrist.
  • Alle im Mietvertrag? Stehen alle im Vertrag mit dem Vermieter, haften alle gemeinsam für die ganze Miete. Klärt, was passiert, wenn jemand auszieht.
  • Kaution. Bei Wohnräumen sind höchstens drei Monatsmieten erlaubt. Sie gehören auf ein Mietkautionskonto, das auf deinen Namen läuft.
  • Rechnungen teilen. Strom, Internet und die Radio- und Fernsehabgabe (Serafe) laufen meist auf einen Namen. Die Serafe-Rechnung kommt nur einmal pro Haushalt. Schreibt auf, wer was zahlt, und teilt fair.
  • Gemeinsame Anschaffungen. Haltet fest, wer was bezahlt hat. Beim Auszug wird ausbezahlt oder mitgenommen.
  • Versichert? Deine Sachen und Schäden, die du verursachst, sind nicht über die WG versichert. Kläre, ob du eine eigene Hausrat- und Privathaftpflichtversicherung brauchst.

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Zügeln

  • Rechtzeitig kündigen. Kündige schriftlich, am besten eingeschrieben. Frist und Termine stehen in deinem Vertrag. Ohne Abmachung gelten bei einer Wohnung drei Monate auf einen ortsüblichen Termin, bei einem möblierten Zimmer zwei Wochen.
  • Früher ausziehen. Willst du vor dem Termin raus, schlag eine Person vor, die zahlungsfähig ist und deinen Vertrag zu den gleichen Bedingungen übernimmt. Dann musst du in der Regel nicht bis zum Ende zahlen. Inserieren kannst du hier gratis.
  • Helfer und Kartons. Frag Freundinnen und Freunde früh und plan ein Dankeschön ein. Zügelkartons haben Bekannte oft noch im Keller.
  • Parkplatz reservieren. Zügelst du mit Auto oder Lieferwagen, beantrage rechtzeitig ein Halteverbot vor dem Haus bei der Gemeinde oder der Polizei.
  • Abgeben und einziehen. Putz dein Zimmer gründlich, flick Kleinigkeiten und melde grössere Schäden deiner Haftpflichtversicherung. Am neuen Ort hältst du Mängel in den ersten Tagen mit Fotos fest und meldest sie schriftlich, sonst musst du sie beim Auszug vielleicht bezahlen.
  • Bei der Gemeinde. Am alten Ort abmelden, am neuen anmelden, meist innert 14 Tagen. In vielen Gemeinden geht das online mit eUmzugCH.
  • Neue Adresse. Bei der Post lässt du die Briefe nachsenden. Sag die neue Adresse auch der Krankenkasse, der Bank, dem Arbeitgeber, der Schule oder Uni und deinen Versicherungen.

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